Die Geschichte des Parfums


Parfum galt schon immer als Mittel zur Verführung oder gar zur Sünde. Bereits die alten Ägypter vor 5000 Jahren wollten ihre Götter mit wohlduftenden Substanzen milde stimmen. Dies ist vergleichbar mit dem Verbrennen von Räucherstäbchen. „Per fumum“ bedeutet soviel wie „durch den Rauch“. Die Pharaonen setzten wohlriechenden Öle und Salben ein. Die Duftstoffe wurden immer beliebter, auch bei Herrschern und Edelleuten, die sich dann die ersten Parfums herstellen liessen. Die Hauptbestandteile waren damals Myrrhe und Koriander. Mit der Christianisierung kam dann aber ein ganz anderer Wind ins Spiel. Diese Düfte auf dem menschlichen Körper wurden als frivol und unkeusch wahrgenommen und würde die Menschen zur Sünde verführen. Im 10. Jahrhundert gelang es dann dem Gelehrten Avicenna Rosenwasser zu gewinnen. Kreuzritter brachten dieses Elixier unter die Leute. Man erkannte, dass sich die Düfte positiv auf die Menschen auswirkten. Mit der Pest wurden die Düfte immer wichtiger, weil man glaubte, dass man sich in den öffentlichen Badeanstalten anstecken könnte. Somit musste man den üblen Körperduft mit Parfum überdecken.

Aber auch viel später in den Grossstädten wie zB. Paris sollte Parfum vom Gestank ablenken. Dort, wo man die Nachttöpfe auf die Gassen leerte... Erst im 18. Jahrhundert ging man etwas zaghafter mit den Wässerchen um. Schliesslich fing man an, Parfum auf den Körper zu sprühen. 1792 wurde in Deutschland "4711 - Kölnisch Wasser" entwickelt und auf den Markt gebracht. Um 1900 kam ein weiterer entscheidender Schritt dazu: François Coty mischte erstmals natürliche und synthetische Substanzen, und es wurde sogar zum ersten Mal ein Flakon (Glaskünstler Lalique) entwickelt. Heute wird Parfum von A-Z kreiert. Wer das Herstellen von Parfum lernen will, muss nach Grasse an die Côte d'Azur gehen.

 

 

Die meisten Parfums setzen auf Kopf-, Herz- und Basisnote. Diese verschiedenen Ebenen werden zu unterschiedlichen Zeitpunkten wahrgenommen. Die Kopfnote nimmt man zuerst wahr. Die Herznote ist danach sehr präsent und wird als Charakter des Parfums bezeichnet. Als Fundament gilt die Basisnote, welche oft tierische oder holzige Nuancen aufweist.

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